„Macht richtig Spaß“: Laimer mit großem Tatendrang zurück beim ÖFB-Team
Konrad Laimer steht vor seinem Comeback in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Der Bayern-Profi versäumte die 3:1-Heimsiege in der Nations League über Israel und Kosovo, ist nun aber nach auskuriertem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich für die abschließenden beiden Auswärtspartien am Donnerstag gegen Irland und am Sonntag gegen Kosovo einsatzbereit. „Es macht richtig Spaß, wieder dabei zu sein“, sagte Laimer nach seiner ersten Einheit am Montag in Wien.
Zehn Tage lang musste der Salzburger aussetzen, die beiden jüngsten Länderspiele sah er im Fernsehen und war von dem Dargebotenem durchaus angetan. „Es war ein sehr ordentlicher und sehr gelungener Start in die Nations League“, erklärte der 29-Jährige. Ziel sei es, auch aus den kommenden beiden Matches sechs Punkte zu holen.
Laimer fühlt sich nach eigenen Angaben „super“ und „voll fit“, ein Einsatz in Dublin über 90 Minuten ist aufgrund der eben erst zu Ende gegangenen Zwangspause dennoch unrealistisch. „Aber ich bin im Kader und hoffe natürlich, dass ein paar Minuten rausspringen.“
ÖFB-Team überzeugt auch ohne Laimer
Auch ohne Laimer wusste die ÖFB-Auswahl vor allem gegen Kosovo zu überzeugen. „Es war eine sehr gute Intensität drin mit einem gut erkennbaren Spielstil, das hat uns auch immer ausgezeichnet.“ Nun gehe es darum, den jüngsten positiven Trend fortzusetzen. „Wir wollen unsere Idee weiter verbessern“, sagte Laimer. „Jetzt haben wir in diesen zwei Wochen Zeit, Steps zu gehen. Da haben wir schon einiges Gutes gesehen in den Spielen, und es wird immer besser gehen. Ich bin sehr positiv, was die Zukunft angeht.“
Daran ändert auch das Fehlen einiger prominenter Akteure nichts. „Das sind grandiose Spieler, grandiose Typen, die so viel für den Fußball in Österreich geleistet haben und die fehlen werden. Das kann man nicht eins zu eins auffangen, aber wir wollen das als Team auffangen“, sagte der 61-fache ÖFB-Internationale.
Neue Hierachien ohne alte Leistungsträger
Aufgrund der Qualität des aktuellen Kaders sei man dazu in der Lage, betonte Laimer. „Es ist wichtig, dass das Leistungsprinzip da ist, dass jeder vorangeht, jeder Verantwortung übernimmt und dass wir gemeinsam als Mannschaft Gas geben. Man hat gesehen, dass es dann egal ist, wer auf dem Platz steht, wenn alle die gleiche Idee spielen.“
Insofern müsse man das Thema „neue Hierarchien im ÖFB-Team“ nicht überbewerten. „Es gibt immer Hierarchien in einer Mannschaft, und es wird jetzt wieder welche geben. Das Wichtigste ist, dass jeder am gleichen Strang zieht, dass jeder Vollgas gibt, dass jeder den anderen unterstützt und dass wir uns gegenseitig besser machen. Wenn wir das machen, sind wir am richtigen Weg und werden immer besser“, betonte Laimer.
