Absturz in 5-Jahreswertung – Österreich verliert wichtigen Platz
Bitterer Abend für den österreichischen Fußball: Durch Niederlagen aller Vertreter hat Österreich den wichtigen 15. Rang in der UEFA-Fünfjahreswertung an die Schweiz abgeben müssen. Dies könnte weitreichende Konsequenzen haben.
Bis gestern Abend belegte Österreich den 15. Platz in der UEFA-Fünfjahreswertung. Ein Rang, der essenziell ist, da er die Entsendung von insgesamt fünf Teams in die europäischen Wettbewerbe garantiert. Doch diese wichtige Position ging durch die Niederlagen vom SK Sturm Graz, Red Bull Salzburg und dem SK Rapid am gestrigen Abend schlagartig verloren.
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Schwache Leistungen
Die aktuelle Europacup-Saison verläuft für die österreichischen Klubs alles andere als wunschgemäß. In den Gruppenphasen resultierte aus den bisherigen acht Spielen mit österreichischer Beteiligung lediglich ein Sieg (SK Sturm Graz gegen Rangers) und sieben Niederlagen.
Die Schweiz, ist ebenfalls mit drei Teams (FC Basel und Young Boys Bern in der Europa League, FC Lausanne Sport in der Conference League) in den europäischen Klubwettbewerben vertreten. Die Schweizer Vereine zeigten sich im Gegensatz zu den österreichischen Vertretern deutlich effektiver und konnten in der Gruppenphase bereits fünf Siege verbuchen.
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Aufgrund dieser enttäuschenden Bilanz hat die Schweiz in der Fünfjahreswertung Österreich überholt und liegt nun 0,25 Punkte voran. Österreich, das vor einem Jahr noch Platz 13 belegte, verliert damit schon wieder einen Platz an die Konkurrenz.
Erstarkte Gegner
Ein Grund für den Absturz ist das starke Abschneiden von Nationen wie Dänemark, Polen und der Schweiz. Deren Vertreter konnten in den letzten drei Jahren konstant mehr Punkte sammeln als die österreichischen Klubs und haben die heimischen Vertreter zuletzt sogar überholt. Gleichzeitig fehlen auch die herausragenden europäischen Leistungen der österreichischen Aushängeschilder, wie es beispielsweise das Erreichen des Champions-League-Achtelfinales durch Red Bull Salzburg in der Saison 2021/22 war.
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Die Konsequenzen
Das Abrutschen hat noch keine direkten Auswirkungen auf die Verteilung der Europacup-Plätze in der laufenden Saison.
Erst ab der Spielzeit 2027/28 würde der endgültige Verlust des 15. Platzes zu einer Reduktion der Europacup-Teilnehmer führen: Statt wie bisher fünf Vertreter, könnten nur noch vier österreichische Teams international antreten. Dies hätte folgende Änderungen zur Folge:
- Nur noch der Meister würde einen Champions-League-Qualifikationsplatz (2. Runde) erhalten.
- Der Cupsieger hätte weiterhin einen Platz in der Europa-League-Qualifikation (3. Runde) auf sicher.
- Zudem stünden zwei Conference-League-Qualifikations-Plätze (2. Runde) zur Verfügung
Was geschieht mit dem Playoff?
Eine Frage bei der Reduktion auf vier Startplätze ist die Zukunft des Europacup-Playoffs. Fällt dieses bei weniger Teilnehmern weg?
Laut Michael Eisner, Pressesprecher der Bundesliga, ist die Verteilung der Plätze bereits in einem Szenario von 2016 berücksichtigt worden – also zu einer Zeit, als Österreich ebenfalls nur vier Europacup-Teilnehmer stellte.
„Im Grunde ist die Vergabe und die Vorgehensweise bei vier und fünf Teilnehmern vom Prinzip her völlig ident“, sagt Eisner gegenüber Sky.
Das bedeutet: Auch bei einem Wegfall eines Europacup-Startplatzes würden die Playoffs weiterhin beibehalten. Der Siebtplatzierte der Tabelle hätte demnach wie bisher die Chance, über diesen Weg noch einen internationalen Platz zu erreichen.
Wichtige Änderung für den Tabellendritten
Allerdings gäbe es eine signifikante Änderung bei der Vergabe der direkten Plätze: Befindet sich der Cupsieger außerhalb der Top drei der Meisterschaft, hätte der Drittplatzierte neu keinen fixen Europacup-Startplatz mehr. Dieser müsste stattdessen den Umweg über die Playoffs nehmen.
Der Verlust des fünften Europacup-Startplatzes ist allerdings noch nicht in Stein gemeißelt. Die österreichischen Vertreter haben noch bis zum Saisonende Zeit, den Rückstand auf die Schweiz wieder gutzumachen und sich so den rettenden 15. Platz zurückzuholen.
(Red.)/Bilder: GEPA
